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Zustellung & Fehler

Centrics sendet nicht jeden einzelnen Speichervorgang. Alles, was innerhalb von 10 Sekunden nach der ersten Änderung mit demselben Datensatz passiert, wird zu einem Ereignis zusammengefasst. Danach geht das Ereignis innerhalb weniger Sekunden raus.

Innerhalb des Zeitfensters Gesendet wird
Erstellt, danach geändert ein „Erstellt“ mit dem finalen Stand
Erstellt, danach gelöscht nichts – das Zielsystem hat den Datensatz nie gesehen
Mehrfach geändert ein „Aktualisiert“ mit allen Änderungen (ältester alter Wert, neuester neuer Wert)
Geändert, danach gelöscht ein „Gelöscht“

Gesendet wird der Stand des Datensatzes am Ende des Zeitfensters. Wiederholungen und Erneut senden schicken diesen Stand erneut, nicht den aktuellen.

Pro Webhook und Datensatz kommen Ereignisse in der Reihenfolge an, in der sie passiert sind: Ein neues Ereignis wartet, solange ein älteres für denselben Datensatz noch offen ist. Ein „Gelöscht“ wartet nicht – es bricht ältere, noch offene Zustellungen ab und geht sofort raus.

Eine Zustellung ist Erfolgreich, wenn das Zielsystem mit einem HTTP-Status zwischen 200 und 299 antwortet. Alles andere gilt als Fehler:

  • jeder andere Status, auch Weiterleitungen (3xx) – Centrics folgt ihnen nicht,
  • keine Antwort innerhalb von 10 Sekunden,
  • kein Verbindungsaufbau innerhalb von 5 Sekunden.

Schlägt eine Zustellung fehl, versucht Centrics es erneut – jeweils nach einer festen Wartezeit seit dem letzten Fehlschlag:

Versuch Wartezeit davor
1 – (sofort)
2 1 Minute
3 5 Minuten
4 30 Minuten
5 2 Stunden
6 12 Stunden

Schlägt auch der sechste Versuch fehl, wird die Zustellung Aufgegeben. Jeder Versuch ist eine eigene Zeile im Protokoll; bei einem fehlgeschlagenen Versuch, nach dem noch einer folgt, zeigen die Details unter Nächster Versuch den geplanten Zeitpunkt.

Kann Centrics die Anfrage gar nicht erst bilden – etwa weil ein Platzhalter in der URL leer ist –, endet die Zustellung sofort als Fehlgeschlagen, ohne Wiederholung.

Nach 20 fehlgeschlagenen Versuchen in Folge schaltet Centrics den Webhook automatisch ab. Mitgezählt werden alle Versuche des Webhooks, auch Wiederholungen; jede erfolgreiche Zustellung setzt den Zähler wieder auf null. Tests und Vorlagenfehler zählen nicht mit.

Wird ein Webhook automatisch deaktiviert,

  • zeigt die Liste den Status Automatisch deaktiviert (den Grund siehst Du als Tooltip),
  • werden seine offenen Zustellungen abgebrochen,
  • erhält die Person, die den Webhook angelegt hat, eine E-Mail mit Name, Zielhost und Grund sowie, falls verfügbar, einem Link zum Webhook. Der Betreff lautet z. B. „Webhook „CRM-Synchronisierung“ wurde deaktiviert“.

Prüfe dann, ob das Zielsystem erreichbar ist und die Anfragen annimmt, und schalte den Webhook über Aktivieren wieder ein. Damit wird auch der Fehlerzähler zurückgesetzt. Ereignisse aus der Zeit, in der der Webhook aus war, werden nicht nachgeholt.

In der Webhook-Liste öffnest Du über das Menü … einer Zeile die Zustellungen. Dort siehst Du jede Zustellung mit Ereignis, Ressource, Versuch, Status, HTTP-Status, Dauer (ms) und Fehler. Über Nach Status filtern grenzt Du die Liste ein, Aktualisieren lädt sie neu.

Status Bedeutung
Ausstehend Wartet auf den Versand
Erfolgreich Das Ziel hat mit 2xx geantwortet
Fehlgeschlagen Dieser Versuch ist fehlgeschlagen
Aufgegeben Auch der letzte Versuch ist fehlgeschlagen
Abgebrochen Nicht gesendet, z. B. weil der Webhook deaktiviert wurde oder der Datensatz schon verknüpft ist

Ein Klick auf eine Zeile öffnet die Details: das Ziel mit Methode und URL, die Request-Header (eigene Werte maskiert), den Request-Body und die Antwort des Zielsystems. Von der Antwort werden die ersten 4.096 Byte gespeichert.

Mit Erneut senden im Detail-Dialog schickst Du das Ereignis sofort noch einmal – mit den aktuellen Einstellungen des Webhooks, aber mit den damaligen Daten. Die neue Zustellung ist als Test markiert: Sie wird bei einem Fehler nicht wiederholt, zählt nicht für die automatische Deaktivierung und verknüpft nicht. Der Webhook muss dafür aktiv sein.

Abgeschlossene Zustellungen werden nach 30 Tagen automatisch gelöscht. Danach lässt sich ein Ereignis auch nicht mehr erneut senden.